Bessere Backups mit Nero 8 Juni 28th, 2008 | Backups | No Comments »
Wenn es darum geht, wichtige oder vertrauliche Daten vor Festplattenschäden und ähnlichem zu schützen, gehen viele PC-Anwender einen denkbar einfachen Weg: Sie legen externe Backups an, zum Beispiel auf CDs oder DVDs. Am einfachsten geschieht dies mit Brennprogrammen, wie beispielsweise Nero 8. Allerdings wird dabei häufig nicht bedacht, dass auch solche Datenträger keinen wirklichen Schutz bieten. Zum einen ist das Risiko des Datendiebstahls bei Verwendung von CDs deutlich höher als bei PC-interner Lagerung des zu schützenden Materials, zum anderen ist die physikalische Lebenserwartung einer Disk teilweise sehr gering. Faktoren wie Kratzer, direktes Sonnenlicht oder Hitze können einer CD oder DVD leicht zusetzen und möglicherweise Ihr einziges Backup vernichten. Der neue Sicherheitsstandard SecurDisc, der in Nero 8 erstmals integriert ist, kann dank effizienter Datenschutzmethoden und zuverlässiger Integritätsprüfung bei beiden Problemen Abhilfe schaffen. Wie Sie vorgehen sollten, um eine SecurDisc-geschützte CD zu erstellen, und dabei alle Möglichkeiten optimal zu nutzen, wird im folgenden erklärt. 1.) Grundlegende Einstellungen: Um mit Nero 8 eine SecurDisc CD oder DVD zu erstellen, starten wir zunächst Nero Express und wählen im Startfenster unter „Daten“ die Option „SecurDisc Daten-CD“ oder SecurDisc Daten-DVD“. Ein Klick auf eine dieser Optionen öffnet den bekannten Zusammenstellungsbildschirm, mit dessen Hilfe wir zunächst den gewünschten Inhalt der zu brennenden CD festlegen. Zusätzlich wird das Feld „SecureDisc Einstellungen“ eingeblendet, das die Auswahl der grundlegenden Sicherheitsoptionen bietet: Passwortschutz, digitale Signatur und Kopierschutz. 2.) Passwort- und Kopierschutz konfigurieren: Mit SecurDisc können wir nun wählen, ob wir die komplette zu erstellende CD, oder nur einzelne Dateien mit einem Passwort sichern wollen. Der Schutz einzelner Dateien erfolgt, indem wir die gewünschten Dateien markieren, und anschließend das Kontrollkästchen „Passwortschutz” anhaken. Ebenso wie der Passwortschutz kann auch der Kopierschutz vergeben werden: Einfach die gewünschten Dateien markieren, und „Kopierschutz” anhaken. SecurDisc bietet an dieser Stelle eine weitere Funktion, die es ermöglicht, den Kopierschutz so zu vergeben, dass er durch Eingabe eines Passwortes wieder aufgehoben werden kann. Beachten Sie jedoch, dass ein Datenträger, der diese Option nutzt, auch nur in einem SecurDisc-fähigen Laufwerk gelesen kann! 3.) Passwort-Assistent: Die Vergabe von Passwörtern erfolgt bei SecurDisc mithilfe eines intuitiven Assistenten, der nicht nur die Qualität beziehungsweise den Sicherheitsgrad des jeweiligen Kennwortes in Echtzeit überprüft, sondern darüber hinaus Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheit anbietet. Mit diesem Assistenten legen wir nun die Kennung für den allgemeinen Passwortschutz fest, und, sofern die Option „Passwort verwenden, um Kopierschutz zu deaktivieren” gewählt wurde, im Anschluss daran eine zweite Kennung mit der die Vervielfältigung des Datenträgers erlaubt werden kann. 4.) Digitale Signatur: Die wohl sicherste Möglichkeit, einen Datenträger vor unberechtigtem Zugriff zu schützen, besteht allerdings nicht in der Vergabe eines Passwort- oder Kopierschutzes, sondern im Anlegen einer digitalen Signatur. Um die Option zu aktivieren, markieren wir das Kontrollkästchen „Digitale Signatur”, das Fenster „SecurDisc – Digitale Signatur” wird daraufhin geöffnet. In diesem Fenster können wir nun entweder einen bereits erstellten Schlüssel verwenden, oder selbst einen neuen Schlüssel anlegen, dessen Sicherheitsrichtlinien genau unseren Bedürfnissen entsprechen. Da sich eine mit digitaler Signatur versehene Disk nur dann öffnen lässt, wenn der zur Erstellung verwendete Schlüssel vorhanden ist, wird mit diesem Schritt die Datensicherheit der CD oder DVD deutlich erhöht.
Wenn man nämlich Datenträger und Schlüssel separat aufbewahrt beziehungsweise weitergibt, ist es einem Unbefugten unmöglich, auf die Daten zuzugreifen, ohne über beides zu verfügen. 5.) Brennen und Weitergeben der SecurDisc CD: Wenn alle Sicherheitseinstellungen getroffen sind, klicken wir auf OK, und das Fenster „Endgültige Brenneinstellungen” wird eingeblendet. Hier werden, wie beim Erstellen einer normalen CD, letzte Optionen wie Schreibgeschwindigkeit und CD-Titel getätigt, und mit einem weiteren Klick auf OK wird der Brennvorgang gestartet. Ist dieser beendet, so kann die eben erstellte SecurDisc CD oder DVD eigentlich nach Belieben weitergegeben werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass jeder, der auf die darauf befindlichen Daten zugreifen möchte, über ein spezielles Programm verfügen muss, das im Stande ist, SecurDisc-geschützte CDs zu lesen. Nero 8 zum Beispiel bietet diese Funktion dank des integrierten Programms InCD bereits ab der Installation an, wenn Sie also die erstellte SecurDisc-CD ausschließlich als Backup verwenden, müssen Sie sich nicht noch um weitere Software bemühen. Insgesamt bietet die SecurDisc Option also ein hohes Maß an Datensicherheit, verlangt allerdings sowohl vom Ersteller als auch vom Empfänger gewisse Voraussetzungen. Sind diese erfüllt, sollte man auf die Nero 8 Sicherheitsoptionen nicht verzichten.